SPP: Ausblick auf den Batterieausbau 2025 und die Interconnection-Warteschlange
SPP: Ausblick auf den Batterieausbau 2025 und die Interconnection-Warteschlange
Die Entwicklung von Batteriespeichern im Southwest Power Pool (SPP) war bislang begrenzt, obwohl die Region in den USA führend bei der Windenergie ist. In den kommenden Jahren steht jedoch ein Wandel bevor.
Aktuell befinden sich 53 GW an Batteriespeicherkapazität in der Warteschlange. Der Rückzug thermischer Kraftwerke, steigende Nachfrage und das anhaltende Wachstum erneuerbarer Energien werden den Bedarf an Speichern weiter vorantreiben.
Zusammenfassung
- Bis 2030 werden 10,7 GW Batteriespeicher voraussichtlich in Betrieb genommen. Das entspricht nur 20 % der gesamten BESS-Kapazität in der SPP-Warteschlange. Die Prognose basiert auf abschlussgewichteten Fertigstellungsraten und regionalen Entwicklungszeiträumen.
- Die angemeldeten Batteriespeicher haben im Durchschnitt eine Laufzeit von vier Stunden, was zeigt, dass Entwickler auf maximale Einnahmen im bilateralen Resource Adequacy-Markt von SPP abzielen. Vier-Stunden-Anlagen sind optimal für die Abdeckung der Abendspitzen und die Akkreditierungsregeln geeignet.
- Die Interconnection-Warteschlange von SPP übersteigt 150 GW an Gesamterzeugungskapazität. Der Betreiber führt inzwischen einen jährlichen Cluster-Studienzyklus sowie einen vereinfachten Surplus Interconnection-Prozess durch, der schnellere Genehmigungen für Hybrid- und Co-Location-Projekte ermöglicht.
- Das Wachstum bei Speichern wird durch den Rückzug thermischer Kapazitäten (3,6 GW bis 2030), steigende Spitzenlast (+14 % bis 2030) und hohe Anteile erneuerbarer Energien getrieben. Windkraft liefert bereits rund 40 % der jährlichen Stromerzeugung, und der Zubau von großflächigen Solaranlagen beschleunigt sich.
Batterien, Solar und Wind dominieren die SPP-Interconnection-Warteschlange
Die aktuellen Interconnection-Daten von SPP zeigen, dass Entwickler den Fokus klar auf erneuerbare Energien und Speicher legen. Dies verdeutlicht, wie schnell sich der Energiemix der Region in Richtung Flexibilität und saubere Kapazitäten verschiebt.
Erneuerbare Energien treiben die Warteschlange an: Solar- und Windkraft machen zusammen fast die Hälfte der angemeldeten Kapazität aus, wobei über 75 GW voraussichtlich bis 2030 in Betrieb gehen werden.
Batteriespeicher folgen mit über 50 GW BESS-Kapazität in der SPP-Warteschlange. Zu Beginn dominieren eigenständige Projekte, aber Co-Location-Projekte, die Solar oder Wind mit Speicher kombinieren – in der SPP-Warteschlange als „Hybride“ gelistet, aber nicht zwingend DC-gekoppelt – werden nach 2027 stark zunehmen.
Thermische Projekte machen weniger als ein Viertel der angemeldeten Kapazität in SPP aus. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass Entwickler erneuerbare Energien und Speicher priorisieren. Der Wandel spiegelt sowohl höhere Investitionskosten als auch längere Entwicklungszeiten – einschließlich längerer Beschaffungsfristen – für neue thermische Kraftwerke wider. Das macht saubere Energieprojekte heute wettbewerbsfähiger.
Nur 300 MW an Batterien sind in Betrieb, aber die Interconnection-Warteschlange übersteigt 50 GW
Der Ausbau von BESS im SPP konzentriert sich auf die späten 2020er Jahre, wobei 2028 und 2029 die Jahre mit dem höchsten Zubau sind. Von der gesamten angemeldeten Kapazität sind 60 % als eigenständige BESS-Projekte gekennzeichnet. 39 % sind Hybride mit Solar und 1 % Hybride mit Wind.
Der Surplus Cluster von SPP ermöglicht es Entwicklern, bestehende Interconnection-Kapazitäten wiederzuverwenden, indem sie neue Erzeugungs- oder Speicheranlagen an bestehende Wind- oder Solarstandorte anschließen. Das Programm wurde eingeführt, um unterausgelastete Netzkapazitäten an bestehenden Anschlusspunkten besser zu nutzen. Dies verkürzt die Studienzeiten und senkt die Kosten für Projekte, die Infrastruktur gemeinsam nutzen können.
Rund 3,3 GW der geplanten Speicher, die als eigenständig gekennzeichnet sind, befinden sich in diesem Cluster. Berücksichtigt man diese Surplus-Projekte, sinkt der tatsächliche Anteil eigenständiger Projekte in der SPP-BESS-Warteschlange auf etwa 54 %.
Dies verdeutlicht einen wichtigen Trend: Hybride Projekte im Surplus Cluster gewinnen strategisch an Bedeutung und bieten Entwicklern schnellere Anschlusswege als Neubauten.
12 % der BESS-Projekte in der Warteschlange befinden sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium
SPP verfügt derzeit über 6,2 GW an fortgeschrittenen Speicherprojekten, die bereits eine vollständig ausgeführte Generation Interconnection Agreement (GIA) besitzen. Diese Projekte werden voraussichtlich kurzfristig in Bau gehen.
Weitere 10,3 GW befinden sich in der mittleren Entwicklungsphase, das heißt, sie durchlaufen die Facility Study oder haben eine ausstehende GIA.
Die verbleibenden 36,2 GW Kapazität befinden sich noch in frühen Studienphasen (Expedited Resource Adequacy Study (ERAS) oder Definitive Interconnection System Impact Study (DISIS)), wobei die meisten eine Inbetriebnahme zwischen 2028 und 2030 anstreben.
Um einzuschätzen, wie viel dieser Pipeline tatsächlich in Betrieb gehen könnte, werden stadienspezifische Fertigstellungsraten angewendet, um den realisierbaren BESS-Ausbau in SPP zu schätzen.
Der Ausbau von SPP-BESS wird bis 2030 voraussichtlich 10,7 GW erreichen
Sign up for free to continue reading
Join the Modo Terminal today by signing up for a free account and unlock access to exclusive content that will enhance your market understanding!Sign up for free




