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20 November 2025

Bericht zum Batterieausbau in Frankreich: Kapazität nähert sich 1,5 GW

Bericht zum Batterieausbau in Frankreich: Kapazität nähert sich 1,5 GW

​Frankreichs Batteriespeicherflotte wächst weiter und steuert darauf zu, im laufenden Quartal 1,46 GW zu erreichen. Das Wachstum verläuft langsamer als im sonnenreichen Deutschland. Dennoch steigt die Kapazität – angetrieben von einer dichten Schicht verteilter Batteriesysteme und neuen Leuchtturmprojekten.

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Dieser Artikel behandelt:

  • Aktuelle Kapazitäten und Speicherzeiten der Flotte
  • Wo Projekte entstehen und welche Entwickler führend sind
  • Wie sich der Ausbau bis 2030 entwickeln wird

Für weitere Informationen zu diesem Thema kontaktieren Sie den Autor – timothee@modoenergy.com


​Wichtige Erkenntnisse

  • Frankreichs Batteriespeicherflotte wächst weiter und wird im laufenden Quartal voraussichtlich 1,46 GW erreichen.
  • Die Speicherzeiten steigen: Von aktuell durchschnittlich 1,1 Stunden auf etwa 1,7 Stunden bei neuen Projekten.
  • Zwei Wachstumspfade prägen den Markt: einige wenige Projekte über 100 MW und eine dichte Schicht verteilter 1-MW-Standorte.
  • Der französische Entwickler NW dominiert die operative Kapazität, doch auch zahlreiche unabhängige Stromerzeuger und Versorger setzen inzwischen auf große Portfolios.
  • Bis 2030 könnte Frankreich mehr als 4,7 GW installierte Kapazität erreichen, wobei sowohl Hoch- als auch Niederspannungsprojekte eine tragende Rolle spielen.

​Frankreichs Batteriespeicherflotte wächst und setzt zunehmend auf längere Speicherzeiten

Ende Q3 2025 verfügte Frankreich über etwas mehr als 1,32 GW netzgekoppelte Batteriespeicher. Bis Ende Q4 2025 wird eine installierte Kapazität von 1,46 GW erwartet, mit 265 MW, die im Laufe des Jahres in Betrieb genommen wurden.

​Bisher zielte der Großteil des Ausbaus auf kurzzeitige Systemdienstleistungen ab, die Flotte kommt aktuell im Schnitt auf etwa 1,1 Stunden.

Neue Projekte tendieren zu längeren Speicherzeiten: Jüngste Zubauten liegen im Schnitt über 1,7 Stunden, die meisten neuen Ankündigungen bewegen sich nahe 2 Stunden.

​Wenige Großanlagen und eine dichte, verteilte Basis

Der Ausbau in Frankreich wird durch zwei unterschiedliche Wachstumsmodelle geprägt.

  • Großprojekte entstehen: Die 100 MW / 200 MWh-Batterie von Harmony Energy ist in Betrieb, große Anlagen werden in Cernay (TAG Energy, 240 MW / 480 MWh) und Saleux (Kallista Energy, 120 MW / 240 MWh) gebaut.
  • Verteilte Niederspannungsbatterien breiten sich rasant aus. NW hat mehr als 750 einzelne 1-MW-Systeme ans Verteilnetz angeschlossen. Dadurch ist eine schnellere Inbetriebnahme und ein früherer Zugang zu Erlösen aus Systemdienstleistungen möglich.

​Auch die Eigentümerstruktur zeigt das gleiche Bild.

Mit 950 MW operativer Speicherkapazität dominiert NW den Markt. Die übrige Kapazität liegt bei wenigen frühen Investoren im Bereich großskaliger Speicher.

Gleichzeitig drängen immer mehr Akteure in das Segment der Großspeicher – darunter Versorger wie Alpiq und Eni sowie unabhängige Stromproduzenten wie Harmony Energy, Q Energy, TAG Energy und Acacia.

Blick auf 2030: Schnelleres Wachstum voraus​

​Prognosen bis 2030 zeigen einen beschleunigten Ausbau. Die angeschlossene Batteriespeicherkapazität in Frankreich könnte bis Ende 2030 rund 5,3 GW erreichen, gestützt durch eine wachsende Pipeline an Hoch- und Niederspannungsanschlüssen.

​Große Utility-Scale-Projekte werden weiterhin ans Hochspannungsnetz angeschlossen, ihr Wachstum wird jedoch durch Netzanschlussbeschränkungen und die im RTE-Anschlussplan definierte Aufnahmekapazität begrenzt.

Parallel dazu werden Projekte im Niederspannungsbereich weiter wachsen, da Entwickler diese Anschlüsse bevorzugen, um schneller in Betrieb zu gehen und früher Zugang zu Systemdienstleistungs-Erlösen zu erhalten.

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