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April 2026 Prognose-Update für Solarenergie in Großbritannien: Beschleunigter Ausbau, sinkende Capture Rates

April 2026 Prognose-Update für Solarenergie in Großbritannien: Beschleunigter Ausbau, sinkende Capture Rates

Modo Energys Prognose für Solarenergie in Großbritannien im April 2026 ist veröffentlicht.

Die Capture Rates für Solar werden 2026 auf 85 % geschätzt und sinken bis 2035 auf 58 %. Die Capture-Preise fallen im gleichen Zeitraum entsprechend. Haupttreiber sind ein beschleunigter kurzfristiger Ausbau durch die neuesten Contract for Difference (CfD)-Ausschreibungen und niedrigere Investitionskosten (CapEx) für Solar. Die Abschaffung der Carbon Price Support senkt zudem die kurzfristigen Großhandelspreise.


Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Solarkapazität in Großbritannien erreicht bis 2030 36 GW und stagniert ab 2051 bei 92 GW, da sinkende Capture-Preise die Anreize für weiteren Ausbau verringern.
  • Ein schneller Ausbau in naher Zukunft führt zu Solar-Kannibalisierung. Die Capture Rates sinken von 85 % im Jahr 2026 auf rund 58 % nach 2035, da mehr Solarstrom auf die gleiche Nachfrage trifft.
  • Kurzfristige Großhandelspreise spiegeln sinkende CO2-Preise im britischen Emissionshandelssystem (ETS) und die Abschaffung der Carbon Price Support (CPS) ab April 2028 wider.
  • Im Niedrig-Szenario für April 2026 sinken die Capture-Preise für Solar bis 2040 auf £33/MWh, etwa 20 % unter dem Zentralszenario.

Kurzfristiger Solar-Ausbau steigt stark an, aber die langfristige Obergrenze sinkt

Die Solarkapazität in Großbritannien wächst von 23 GW im Jahr 2026 auf 53 GW bis 2035. In ganz Europa wird weiterhin im großen Stil Solarenergie ausgebaut. Deutschland erreicht 175 GW und Spanien 57 GW bis 2030.

Die Prognose für Großbritannien berücksichtigt die aktuellsten CfD-Runden, angepasst an die Reform der Netzanschlüsse. Wir erwarten bis 2030 eine Kapazität von 36 GW, im Vergleich zum Clean Power 2030-Ziel von 45–47 GW.

Langfristig stagniert die Kapazität ab 2051 bei 92 GW. Die Kannibalisierung nimmt in den 2030er Jahren weiter zu. Bis 2050 erwarten wir trotz sinkender CapEx keine neuen Solar-Projekte mehr.

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Niedrigere modellierte Solar-Investitionskosten, basierend auf neuen Daten aus dem IRENA-Datensatz 2024, im Durchschnitt €660/kW für 2026–35, sind ein wichtiger Treiber für den Ausbau der Solarenergie in Europa.


Capture Rates bis zu 16 % niedriger als im Januar-Update bis 2030

Im Zentralszenario sinkt die Capture Rate von 80 % auf 67 % bis 2030. Das Niedrig-Szenario liegt mit 65 % im Jahr 2030 ähnlich.

Das Wachstum der Solarkapazität in naher Zukunft ist der Haupttreiber. Mehr Solarstrom bei gleicher Nachfrage senkt die Capture Rate, bevor der Ausbau von Speichern nachzieht.

Sinkende CO2-Preise und die Abschaffung der Carbon Price Support (CPS), einer Abgabe auf fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung, ab April 2028 führen dazu, dass die kurzfristigen Großhandelspreise rund 5 % unter dem Januar-Update liegen. Beides wirkt sich direkt auf die Capture-Preise aus, die im Zentralszenario bis 2030 £53/MWh und bis 2040 £41/MWh erreichen. Im Niedrig-Szenario liegen sie etwa 20 % darunter und fallen bis 2040 auf £33/MWh.


CfD-Einnahmen sinken von £59k auf £42k/MWp über die 15-jährige Laufzeit, da negative Preise die Rendite schmälern

Niedrigere kurzfristige Großhandelspreise wirken sich direkt auf die Projektumsätze aus. Ein 100 MWp-Projekt, das 2028 in Betrieb geht und 80 % der Kapazität über einen 15-jährigen CfD zum AR6-Strike von £71,5/MWh absichert, erzielt im ersten Jahr £59k/MWp. Die Einnahmen sinken schrittweise mit fallenden Capture Rates und erreichen bis 2042 £42k/MWp.

Nach Ablauf des CfD im Jahr 2043 sinken die Einnahmen auf £36k/MWp. Das Projekt ist dann vollständig merchant, und ohne CfD-Untergrenze wirken sich sinkende Capture-Preise direkt auf die Gesamtrendite aus.

Hauptgrund für sinkende CfD-Einnahmen sind negative Preise. Fällt der Day-Ahead-Preis unter null, erfolgt keine CfD-Zahlung. Mit zunehmender Solarstrom-Einspeisung steigen die Stunden mit negativen Preisen, was die CfD-Einnahmen über die Laufzeit schmälert.


Was sinkende Capture-Preise für Solarentwickler in Großbritannien bedeuten

Solarenergie wird schneller und günstiger ins System integriert. Die Capture Rates werden voraussichtlich weiter sinken.

Bis 2050 erwarten wir eine installierte Solarkapazität von 90 GW. Darüber hinaus macht der weitere Ausbau trotz sinkender CapEx wegen der fallenden Capture-Preise wirtschaftlich keinen Sinn mehr.

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