07 May 2026

April 2026 GB Solarprognose-Update: Beschleunigter Ausbau, sinkende Capture Rates

April 2026 GB Solarprognose-Update: Beschleunigter Ausbau, sinkende Capture Rates

Modo Energys April 2026 Prognose für Solar in Großbritannien ist veröffentlicht.

Die Solar-Capture Rates werden 2026 auf 85 % geschätzt und sinken bis 2035 auf 58 %. Die Capture-Preise fallen im gleichen Zeitraum. Haupttreiber sind ein beschleunigter Ausbau durch die neuesten Contracts for Difference (CfD)-Ausschreibungen und niedrigere Solar-Investitionskosten (CapEx). Die Abschaffung der Carbon Price Support senkt zudem kurzfristig die Großhandelspreise.


Wichtige Erkenntnisse

  • Die Solarkapazität in Großbritannien erreicht bis 2030 36 GW und stagniert ab 2051 bei 92 GW, da sinkende Capture-Preise den Anreiz für weiteren Ausbau verringern.
  • Der schnelle Ausbau in den nächsten Jahren verstärkt die Solar-Kannibalisierung. Die Capture Rates sinken von 85 % im Jahr 2026 auf etwa 58 % nach 2035, da mehr Solarstrom auf den gleichen Verbrauch trifft.
  • Kurzfristige Großhandelspreise spiegeln sinkende Preise im britischen Emissionshandelssystem (ETS) und die Abschaffung der Carbon Price Support (CPS) ab April 2028 wider.
  • Im April-26-Niedrigszenario sinken die Solar-Capture-Preise bis 2040 auf £33/MWh – rund 20 % unter dem Zentralszenario.

Kurzfristiger Solarzubau steigt stark an, aber die langfristige Obergrenze sinkt

Die Solarkapazität in Großbritannien wächst von 23 GW im Jahr 2026 auf 53 GW bis 2035. Auch europaweit wird Solar weiterhin zügig ausgebaut. Deutschland erreicht 175 GW und Spanien 57 GW bis 2030.

Die GB-Prognose berücksichtigt die neuesten CfD-Runden, angepasst an die Reform der Netzanschlüsse. Wir erwarten bis 2030 36 GW, gegenüber dem Clean Power 2030 Ziel von 45-47 GW.

Langfristig stagniert die Kapazität ab 2051 bei 92 GW. Die Kannibalisierung nimmt in den 2030ern zu. Bis 2050 erwarten wir trotz sinkender CapEx keine neuen Standorte mehr.

​​

Niedrigere modellierte Solar-CapEx, basierend auf neuen Daten aus dem IRENA 2024 Datensatz, durchschnittlich 660 €/kW zwischen 2026-35, sind ein wichtiger Treiber für den Ausbau der europäischen Solarmärkte.


Die Capture Rates liegen bis 2030 bis zu 16 % unter der Januar-Veröffentlichung

Im Zentralszenario sinkt die Capture Rate von 80 % auf 67 % bis 2030. Das Niedrigszenario verläuft ähnlich und erreicht 65 % im Jahr 2030.

Das starke Wachstum der Solarkapazität in den nächsten Jahren ist der Haupttreiber. Mehr Solarstrom bei gleichbleibender Last drückt die Capture Rate, bevor der Speicherausbau aufholt.

Sinkende CO₂-Preise und die Abschaffung der Carbon Price Support (CPS), einer Abgabe auf fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung, ab April 2028 drücken die kurzfristigen Großhandelspreise um rund 5 % unter die Januar-Prognose. Beides wirkt sich direkt auf die Capture-Preise aus, die im Zentralszenario bis 2030 £53/MWh und bis 2040 £41/MWh erreichen. Das Niedrigszenario liegt etwa 20 % darunter, mit £33/MWh im Jahr 2040.


CfD-Erlöse sinken von £59k auf £42k/MWp über die 15-jährige Laufzeit, da negative Preise die Renditen schmälern

Niedrigere kurzfristige Großhandelspreise wirken sich direkt auf die Projekterlöse aus. Ein Standort mit 100 MWp, der 2028 in Betrieb geht und 80 % der Kapazität über 15 Jahre zum AR6-Strike von £71,5/MWh im CfD vermarktet, erzielt im ersten Jahr £59k/MWp. Die Erlöse sinken mit fallenden Capture Rates schrittweise auf £42k/MWp bis 2042.

Nach Ablauf des CfD im Jahr 2043 sinken die Erlöse auf £36k/MWp. Der Standort wird vollständig merchant, und ohne CfD-Untergrenze wirken sich sinkende Capture-Preise direkt auf die Gesamtrendite aus.

Der Hauptgrund für sinkende CfD-Erlöse sind negative Preise. Fällt der Day-Ahead-Preis unter null, erfolgt keine CfD-Zahlung. Mit zunehmendem Solaranteil steigen die Stunden mit negativen Preisen, was die CfD-Erträge über die Laufzeit schmälert.


Was sinkende Capture-Preise für Solarentwickler in Großbritannien bedeuten

Solar kommt schneller und günstiger ins System. Die Capture Rates werden voraussichtlich weiter sinken.

Bis 2050 rechnen wir mit einer Solarkapazität von 90 GW. Darüber hinaus ist selbst bei weiter sinkenden CapEx ein weiterer Ausbau wegen fallender Capture-Preise wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.

Related articles

Modo Energy (Benchmarking) Ltd. is registered in England and Wales and is authorised and regulated by the Financial Conduct Authority (Firm number 1042606) under Article 34 of the Regulation (EU) 2016/1011/EU) – Benchmarks Regulation (UK BMR).

Copyright© 2026 Modo Energy. All rights reserved