ISO-NE Lastprognose 2046: Wärmepumpen werden die Stromnachfrage grundlegend verändern
ISO-NE Lastprognose 2046: Wärmepumpen werden die Stromnachfrage grundlegend verändern
Die Langfrist-Lastprognose 2026 von ISO-NE prognostiziert einen Anstieg der Nettolast um 36,8 %, von 117 TWh im Jahr 2026 auf 160 TWh im Jahr 2046. Dieser Zuwachs von 43 TWh ist der geringste absolute Anstieg im Eastern Interconnect, aber die Veränderungen werden die Systemstruktur von Neuengland grundlegend verändern.
Der Winterhöchstwert überholt im Jahr 2036 (im zentralen Prognoseszenario, 50/50) bzw. 2035 (im Hochlastszenario, 90/10) erstmals den Sommerhöchstwert. Wärmepumpen (WP) tragen bis 2046 12,4 GW zum Winterhöchstwert bei, Elektrofahrzeuge (EV) weitere 5,9 GW. Große Verbraucher wie Rechenzentren steuern lediglich 132 MW bei.
Für BESS eröffnet die Lastprognose zwei Winterchancen: eine erhöhte Tagesvolatilität durch WP und ausgeprägte Kältewellen. Wärmepumpen laufen am stärksten in den kältesten Stunden (meist morgens) und reduzieren die Leistung, wenn die Häuser warm sind. EV-Ladevorgänge konzentrieren sich auf klar definierte Nachtfenster. Diese Kombination formt Wintertage mit einer ausgeprägten Zwei-Spitzen-Lastkurve und steileren Rampen am Morgen und Abend als im heutigen, relativ flachen Winterprofil. Ein winterlastiges System macht Kältewellen für das Netz noch herausfordernder. Beides begünstigt Batterien mit kurzer bis mittlerer Laufzeit, die gezielt auf winterliche Preissignale reagieren.
Zentrale Erkenntnisse
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