MISO verteilte Batteriespeicher: Nur Illinois zahlt direkt über das CRGA
MISO verteilte Batteriespeicher: Nur Illinois zahlt direkt über das CRGA
Illinois ist der einzige Bundesstaat im MISO, der verteilte Batteriespeicher mit einem direkten Anreiz fördert. Das Clean and Reliable Grid Affordability Act (CRGA) ) führt eine Rückvergütung von 250 $/kWh für eigenständige Batteriespeicher ein – der erste Anreiz für Speicher auf Verteilnetzebene im MISO.
Was kann eine verteilte Batterie in MISO verdienen?
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Wichtige Erkenntnisse
- Illinois ist der einzige MISO-Bundesstaat, der verteilte Batteriespeicher mit einem direkten Anreiz fördert: 250 $ pro kWh CRGA-Zuschuss für eigenständige BESS.
- Verteilte BESS machen nur 10 % des MISO-Batterieportfolios aus – 112 Megawatt (MW) in 7 Bundesstaaten –, umgehen aber die 49-GW-Warteschlange. 76 % der verteilten Flotte sind in Versorgerbesitz und über die Netzentgelte finanziert, sodass die Händlerchance weitgehend ungenutzt ist.
- Eine 100-kW-Batterie kann als Energy Storage Resource direkt alle Großhandelsmärkte bedienen – anders als in anderen ISOs.
- Eine 5-MW-Batterie in Illinois, die in den Großhandelsmarkt verkauft, könnte 271.000 $/MW-Jahr verdienen, davon 25 % durch den CRGA-Zuschuss.
- Zukünftige Anreize sind am wahrscheinlichsten im MISO North, wo die Realzeit-Preisunterschiede am größten sind und mehrere neue Politiken geplant sind.
Verteilte Batteriespeicher sind 10 % der MISO-Flotte – Warteschlangen gaben ihnen einen Vorsprung
Die aktuell betriebene MISO-Batterieflotte umfasst 1.162 MW, davon machen verteilte Systeme (unter 20 MW) 112 MW in 7 Bundesstaaten aus.
Diese 10 % hatten einen strukturellen Marktvorteil, während netzgekoppelte BESS weitere Genehmigungen benötigen. Großspeicher warten in einer 49-GW-Netzanschluss-Warteschlange, die im Schnitt 3,2 Jahre dauert. Ein verteiltes Projekt umgeht diese Warteschlange und wird nach Bundesstaats- und Versorgerregeln angeschlossen. Ein verteiltes BESS kann also am Markt sein, während ein Warteschlangenprojekt noch geprüft wird.
76 % der Flotte sind in Versorgerbesitz und über Netzentgelte finanziert, nicht als Großhandelsprojekte. Händler- und Entwicklerprojekte sind ein kleiner, aber wachsender Anteil, seit Batterien ab 100 kW am Großhandelsmarkt teilnehmen dürfen.
In Illinois und Arkansas ist jede betriebene verteilte Batterie mit einer Solaranlage gekoppelt.
Verteilte Speicher können am MISO-Großhandelsmarkt teilnehmen
Im Gegensatz zu anderen Märkten erlaubt MISO, dass ein am Verteilnetz angeschlossener Speicher ab 100 kW direkt an den Märkten für Energie, Regelenergie und Kapazität teilnimmt – ohne Aggregation.
Zum Vergleich: New Yorks Value of Distributed Energy Resources (VDER)-Tarif zwingt zur Wahl zwischen staatlicher Förderung und Großhandelserlösen. Im MISO besteht diese Wahlpflicht nicht.
Die meisten bestehenden Anlagen nutzen diese Möglichkeit bisher nicht und erzielen stattdessen eine Netzentgelt-Rendite. Daher ist das Händlerpotenzial noch offen. Für Händler rechnet sich eine längere Speicherdauer, da MISO mindestens vier Stunden für die Teilnahme am Kapazitätsmarkt verlangt.
Wohin entwickeln sich die MISO-Batterie-Erlöse, während Illinois eine Förderung einführt?
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Die MISO-Prognose ansehen →Nur Illinois bietet feste Einnahmensicherheit – andere Bundesstaaten prüfen noch Optionen
Fünf MISO-Bundesstaaten sind für Entwickler relevant, unterscheiden sich aber stark beim Fördervolumen. Die übrigen Flotten befinden sich in Bundesstaaten ohne Rahmenbedingungen.
Illinois bietet den einzigen direkten Entwickleranreiz. Der CRGA-Zuschuss zahlt eigenständigen BESS 250 $/kWh, für netzgekoppelte Systeme sogar 300 $/kWh – mindestens bis Juni 2028 (gesetzliche Schwelle).
Laut Gesetz ist die eigenständige Steuerung freiwillig, Entwickler erhalten also Zahlungen, ohne die Steuerung abgeben zu müssen. Der von Ameren eingereichte VPP-Rider hat diese Ausnahme für netzseitige Systeme noch nicht übernommen – das könnte entscheiden, ob der Händlerweg offen bleibt.
Entwickler reagieren bereits auf die neue Politik: Base Power steigt nach einer Milliarde-Dollar-Finanzierung in Illinois ein, um am virtuellen Kraftwerksprogramm des CRGA teilzunehmen. Das zeigt, dass finanzstarke Entwickler die neuen Chancen erkennen.
Weitere Bundesstaaten im MISO North prüfen politische Optionen:
- Minnesota: Xcel besitzt die verteilten Speicher direkt über Capacity*Connect, bis zu 200 MW bis 2028, ohne Drittanbieter.
- Michigan: Die Regulierungsbehörde hat virtuelle Kraftwerke in die Ressourcenplanung der Versorger aufgenommen – ein Signal für einen kommenden Markt.
- Missouri: Gewerbe- und Industriekunden können am Großhandels-Nachfrageresponse teilnehmen, aber ohne Anreiz.
- Wisconsin: Größte verteilte Flotte (30 MW), aber keinerlei Rahmenwerk.
Illinois ist Vorreiter – MISO North entscheidet über die Nachahmer
Derzeit steht Illinois allein da. Es ist der einzige MISO-Bundesstaat, der verteilte Speicher direkt bezahlt – der Zuschuss macht die Einnahmen planbar.
Ob Illinois der erste von vielen bleibt, hängt vom MISO North ab. Michigan ist am nächsten dran: Seine VPP-Gesetzesvorhaben SB 731 und 732 kamen im März 2026 durch den Ausschuss. Außerdem hat die Regulierungsbehörde die Versorger verpflichtet, virtuelle Kraftwerke in ihre Planungen aufzunehmen. Minnesota hat die stärksten Realzeit-Preisunterschiede und bietet Händlern Chancen, falls Anreize für Entwickler kommen.





