Italiens Kapazitätsauktion 2028 senkt De-Rating-Faktor für 4-Stunden-Batterien um bis zu 54 %
Italiens Kapazitätsauktion 2028 senkt De-Rating-Faktor für 4-Stunden-Batterien um bis zu 54 %
Dekret Nr. 259 vom 6. August 2026 beendet die Unsicherheit im italienischen Auktionskalender und legt den Zeitplan für die kommenden Auktionen fest. Die nächste Runde des Kapazitätsmarkts findet nun nach der MACSE-Ausschreibung statt, die für den 24. November 2026 geplant ist.
Für Batterien gelten die Regeln nicht überall gleich. De-Rating, Nachfrage- und Importgrenzen unterscheiden sich deutlich zwischen Nord und Süden. In diesem Artikel beleuchten wir die Änderungen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Kapazitätsmarkt-Auktion findet nun nach der MACSE-Ausschreibung im November statt.
- Für 4-Stunden-Batterien sinkt der Bewertungsfaktor auf den Inseln um 54 % und in der Nordzone um 24 % gegenüber der vorherigen Runde. Bei den in der Auktion 2027 vergebenen 47.000 € würde eine Batterie auf den Inseln 14.000 € pro MW/Jahr und in der Nordzone 24.000 € verdienen, gegenüber 31.490 € landesweit für 2027.
- Der Bedarf verschiebt sich nach Norden: In Norditalien wurde ein Angemessenheitsbedarf von 1,8 GW hinzugefügt, vermutlich vor allem für Rechenzentren, während der prognostizierte Bedarf auf Sardinien um 0,8 GW sinkt.
Vier De-Rating-Kurven ersetzen eine – Gesamtbewertung für Batterien sinkt
Bis 2027 wurde der De-Rating-Faktor jeder Batterie aus einer einzigen nationalen Kurve, die nur auf der Dauer basierte, abgeleitet. Ab 2028 beurteilt Terna den Beitrag zur Versorgungssicherheit anhand von vier zonalen Kurven statt einer.
Von den 10 GWh, die in der MACSE-Speicherauktion für die Lieferung 2028 vergeben wurden, entfallen 7 GWh auf den Süden und Kalabrien. Die Genehmigungspipeline wächst dort und auf den Inseln am schnellsten – allein in Apulien befinden sich über 84 GW an Projekten in Entwicklung.
Ternas Modell bewertet einen starken Ausbau der Speicher als Sättigungsrisiko: Batterien in derselben Zone laden meist zu den gleichen Zeiten vor einem Engpass. Wo Speicher bereits einen großen Anteil der lokalen Kapazität ausmachen, trägt jede neue Batterie anteilig weniger zur Versorgungssicherheit bei.
Elf Prozentpunkte trennen jetzt die Nordzone von der Südzone bei identischen 4-Stunden-Anlagen. Zentrum-Süd und Inseln liegen nun 23 Punkte auseinander.
Bei einem Prämienwert wie im Vorjahr von 47.000 € würde eine 4-Stunden-Batterie in Norditalien 24.000 € pro MW (-24 %) und in Süditalien 18.800 € (-40 %) verdienen.
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