11 March 2026

Wird SPP die Spitzenlast bis 2035 auf 110 GW verdoppeln?

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Wird SPP die Spitzenlast bis 2035 auf 110 GW verdoppeln?

Die aktuelle Spitzenlast von SPP liegt bei 56 GW – ein Rekordwert, der im August 2023 erreicht wurde. Heute plant SPP für eine Zukunft, in der dieser Spitzenwert bis 2035 auf 110 GW ansteigen könnte.

Große Lastanfragen lassen die Prognosen der Energieversorger steigen. Das tatsächliche Lastwachstum wird jedoch voraussichtlich niedriger ausfallen, als von den Systembetreibern erwartet.

In diesem Artikel analysieren wir die aktuelle Einschätzung von SPP zum Lastwachstum und deren Unsicherheiten. Zudem zeigen wir auf, wo sich für Projektentwickler neue Chancen ergeben, um die wachsende Kundennachfrage zu bedienen.

Wie viel Lastwachstum prognostiziert SPP?

Die aktuellste Prognose von SPP zeigt, dass die Spitzenlast bis 2035 auf 110 GW steigen könnte – fast doppelt so hoch wie der bisherige Rekord von 56 GW.

SPP erstellt seine Spitzenlastprognose auf Basis von Einreichungen der Load Responsible Entities (LRE). Jeder Netzbetreiber liefert eine 10-Jahres-Prognose für die Spitzenlast, inklusive bestätigter „fester“ Lasten und spekulativer „Spot“-Lasten.

Was sind „feste“ und „Spot“-Lasten?

Feste Lasten sind Lasten, für die formale Netzanschlussverträge mit dem lokalen Übertragungsnetzbetreiber abgeschlossen wurden. Sie sind fest in die Grundmodelle zur Versorgungssicherheit (BR) integriert und gelten als verbindlicher Bedarf, den SPP bedienen muss. Diese erscheinen in allen Szenarien.

Spot-Lasten sind große Lastanfragen, die über Stakeholder-Befragungen eingereicht wurden, aber den Netzanschlussprozess noch nicht abgeschlossen haben. Sie wurden durch eine freiwillige Umfrage während der ITP-Planungsphase erhoben. Im 2025er ITP erscheinen Spot-Lasten in Szenario 2 als Resilienzbedingung; im 2026er ITP werden sie in beide Szenarien integriert.

Diese Einreichungen fließen in zwei Planungsszenarien ein.

  • Szenario 1: Der Referenzfall. Bestehende Vereinbarungen plus geplante Erzeugung. Verwendet die eingereichte Basisprognose.
  • Szenario 2: Neue Technologien. Ergänzt Spot-Lasten und eine höhere E-Auto-Verbreitung auf Basis von Szenario 1.

Die Gesamtlasterwartung hängt davon ab, welches Szenario zugrunde gelegt wird. Im aktuellen Integrated Transmission Plan (ITP) 2025 erreicht die Basis-Spitzenlast im Jahr 2034 70 GW. Szenario 2 erhöht denselben Zeithorizont auf etwa 83 GW.

Die Vorschau auf das ITP 2026 geht noch weiter: Szenario 1 erreicht bis 2035 91 GW, Szenario 2 sogar 110 GW.

Noch vor drei Jahren lagen die Wachstumsraten im ITP 2023 bei 0,5 % bis 2 % jährlich. Seitdem haben große Lastanfragen jede neue Prognose deutlich nach oben getrieben. Das aktuelle ITP 2025 Szenario 2 impliziert ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund 5 %.


Was treibt das Lastwachstum an?

Spot-Lasten sind die Hauptquelle für das zusätzliche Wachstum. Im Rahmen der ITP-Planung 2025 wurden rund 11 GW an neuen Großlasten gemeldet. Im ITP 2026 ist dieser Wert auf 30 GW gestiegen.

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