Polnische BESS-Einnahmen sanken im Juli 2026 auf 1,67 Millionen PLN/MW/Jahr
Polnische BESS-Einnahmen sanken im Juli 2026 auf 1,67 Millionen PLN/MW/Jahr
Der ME BESS PL Benchmark von Modo Energy ist jetzt im Terminal verfügbar. Eine uneingeschränkte Vier-Stunden-Batterie in Polen hätte im Juli 2026 1,67 Millionen PLN/MW-Jahr verdient, 9 % weniger als 1,84 Millionen im Juni, da die Knappheit, die die aFRR-Kapazität und die Day-Ahead-Preise angetrieben hatte, nachließ.
Der Juli lag damit fast ein Viertel über den 1,36 Millionen, die dieselbe Batterie im Juli 2025 – dem ersten Monat des Benchmarks – erwirtschaftet hätte. Die Einnahmen steigen also weiterhin im Jahresvergleich, auch wenn sie sich über den Sommer abgekühlt haben.
Wichtige Erkenntnisse
- Im Juli 2026 erzielte eine Vier-Stunden-Benchmark-Batterie 1,67 Millionen PLN/MW-Jahr, was einem Rückgang von 9 % gegenüber den Einnahmen im Juni entspricht.
- aFRR-Aufwärtsreserve ist ein Produkt für den Abend. Sie lag im Zeitfenster 20:00 bis 24:00 Uhr bei 420 PLN/MW/h und fiel mittags unter 90, wo die Abwärtsreserve übernimmt.
- Die Spreads im Day-Ahead-Handel verengten sich um 19 % auf 714 PLN/MWh, blieben aber historisch hoch. Die Batterie hielt daher den Großteil ihrer Leistung in Reserve und wurde weniger als einmal pro Tag gezyklisch betrieben.
Wenn Sie mehr über den polnischen Benchmark erfahren möchten, wenden Sie sich an alex.kelham@modoenergy.com
Der Benchmark basiert auf einer Batterie, bewertet am realen Markt
In Polen gibt es keine anlagenbezogenen Daten für großtechnische Speicher. PSE veröffentlicht systemweite Ausgleichspreise, Volumina und Aktivierungen, aber nie den Fahrplan oder die Abrechnung einer einzelnen Batterie. Öffentliche Daten allein können daher nicht rekonstruieren, was ein echtes Asset tatsächlich verdient.
Der Benchmark wird daher simuliert: Modo Energy führt ein gemischt-ganzzahliges lineares Programm durch, das eine repräsentative 50-MW-Batterie gegen reale polnische Preise über mehrere Zeiträume optimiert – mit 88 % Rundreiseeffizienz und zwei Zyklen pro Tag.
Das Modell löst jeden Tag in zwei Schritten, die den Markt widerspiegeln. Im Day-Ahead-Schritt werden FCR- und aFRR-Kapazitäten zusammen mit der Day-Ahead-Energieposition festgelegt, und in einem zweiten Schritt wird die aktivierte aFRR-Energie abgerechnet, sobald die ersten Verpflichtungen feststehen.
Modo Energy kalibriert die modellierten Einnahmen auf 80 % des theoretischen Maximums – denselben Prozentsatz wie bei allen Benchmarks. Jede hier genannte Zahl berücksichtigt also bereits die Vorhersehbarkeits-, Verfügbarkeits- und Ausführungsrisiken, denen ein realer Betreiber ausgesetzt ist.
aFRR-Kapazität macht fast den gesamten Einnahmestapel aus
Im Juli 2026 stammten 67 % der Einnahmen einer Vier-Stunden-Batterie aus der aFRR-Kapazität. Day-Ahead-Energie trug 24 % bei, FCR 8 % und aktivierte aFRR-Energie nahezu nichts.
Jeden Monat gehen neue Batteriekapazitäten ans Netz, aber jedes Projekt verbringt Monate in der Präqualifikation, bevor es an aFRR-Auktionen teilnehmen kann. Daher bleibt das Reserveangebot knapp und die Kapazitätspreise sinken nur langsam statt abrupt zu fallen.
Einnahmen sanken im Juli um 9 %, da sich die aFRR-Kapazität abkühlte
Die Vier-Stunden-Batterie erzielte im Juli 1,67 Millionen PLN/MW-Jahr, 9 % weniger als die 1,84 Millionen im Juni, und auch die Zwei-Stunden-Batterie verzeichnete einen Rückgang um 9 %. Fast der gesamte Rückgang von 174.000 PLN stammt aus der aFRR-Kapazität, die um 103.000 PLN zurückging, sowie aus den Day-Ahead-Einnahmen, die um 78.000 PLN sanken. Lediglich der FCR-Markt wuchs.
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