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Niederlande BESS-Ausbau Q3 2026: Vier Stunden Stand-Alone werden zum Standard

Niederlande BESS-Ausbau Q3 2026: Vier Stunden Stand-Alone werden zum Standard

Die niederländische BESS-Flotte verfügt über 677 MW / 1,5 GWh in Betrieb. Die durchschnittliche Speicherdauer beträgt 2,2 Stunden. Die meisten Anlagen sind gemeinsam mit anderen Kraftwerken angesiedelt: 25 der 34 benannten Projekte teilen sich einen Netzanschluss mit einem Windpark, einem Solarpark oder einem thermischen Kraftwerk. Deshalb befinden sich niederländische Batteriespeicher dort, wo auch die erneuerbaren Energien stehen. Flevoland hat mit 168 MW an sechs Standorten die meisten Batteriespeicher, gefolgt von Südholland und Zeeland.

Doch die zukünftige niederländische Batterieflotte sieht ganz anders aus. Die 28 Projekte in der Pipeline kommen im Schnitt auf 3,7 Stunden und 115 MW, wobei 91 % der Kapazität eigenständig sind. Zusammen bringen sie bis 2029 zusätzliche 3,2 GW / 12,0 GWh, wodurch die niederländische Flotte auf 3,9 GW anwächst.

Vierstündige Standalone-Batterien werden zum niederländischen Standard und entstehen dort, wo das Netz Kapazitäten bietet – und nicht mehr dort, wo Solar- und Onshore-Windanlagen stehen. Groningen hält derzeit 11 % der niederländischen BESS-Flotte und 46 % der Pipeline-Projekte nach MW.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Vier Stunden sind der neue Standard: 85 % der Pipeline-MW entfallen auf Projekte mit mindestens vier Stunden, da TenneT den Anschluss – also die Leistung – und nicht den Energiefluss abrechnet.
  • Das durchschnittliche Projekt wächst ab 2027 auf über 100 MW. Diese Größe ist notwendig, um Zugang zum TenneT-Netz mit Time-Dependent Transport Right (TDTR)-Rabatt zu erhalten.
  • Der BESS-Ausbau verlagert sich von gemeinsam genutzten Standorten hin zu Standalone-Projekten: Standalone macht 91 % der Pipeline-Kapazität aus, verglichen mit 28 % der bestehenden Flotte im Jahr 2026.
  • Die verfolgte Pipeline erreicht bis 2029 3,9 GW, und 5,2 GW, wenn Projekte ohne angekündigtes COD einbezogen werden. TenneT rechnet bis 2030 mit 6,8 GW an großskaligen und gemeinsam genutzten Batteriespeichern.

Warum werden niederländische BESS größer und langlebiger?

Zwei Faktoren machen vierstündige BESS zur neuen Norm.

Der erste ist Capex. zeigt, dass ein vierstündiges BESS im Jahr 2026 nur 22 % mehr kostet als ein zweistündiges – im Vergleich zu einem Aufschlag von 38 % im Jahr 2024. Diese 22 % bedeuten die doppelte Speicherdauer, den doppelten Energieumsatz und höhere Erlöse. In den ersten acht Monaten 2026 lagen die niederländischen Day-Ahead-Benchmarks von Modo Energy bei und , also 77 % mehr.

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