Strompreise in Victoria erreichten am 8. Juli $19.070/MWh, als Kältewelle auf Flaute traf
Strompreise in Victoria erreichten am 8. Juli $19.070/MWh, als Kältewelle auf Flaute traf
Am Mittwochabend, dem 8. Juli, erreichte der Strompreis in Victoria $19.070/MWh und lag damit nur knapp unter dem Marktpreisdeckel von $20.300/MWh. Südaustralien folgte dicht dahinter mit einem Höchstwert von $16.971/MWh.
Dieser Preissprung trat auf, als eine Rekordnachfrage im Winter mit einem Rückgang der Windstromerzeugung auf 10 % des Normalwerts zusammenfiel. Gas-, Kohle- und Wasserkraftwerke sprangen ein, um die Lücke zu füllen, während Batterien nur einen Bruchteil des Defizits abdecken konnten.
Das stark erneuerbare Netz Südaustraliens ist bekannt für seine Empfindlichkeit gegenüber hoher Nachfrage und niedrigen Windbedingungen. Victoria zeigt zunehmend ähnliche Merkmale. Gemeinsam werden die südlichen Bundesstaaten immer anfälliger für wetterbedingte Preisschwankungen, während New South Wales und Queensland dank ihres Kraftwerksmixes und milderer Winterbedingungen vergleichsweise geschützt bleiben.
Dieser Artikel erklärt, was das Preishoch am 8. Juli ausgelöst hat, wie Batterien reagierten und warum Victoria und Südaustralien immer häufiger von solchen extremen Preisausschlägen betroffen sind.
Zusammenfassung
- Der Tagesdurchschnittspreis in Victoria lag am Mittwoch, den 8. Juli, bei $359/MWh, mit einem Abendhöchstwert von $19.070/MWh. Südaustralien lag im Schnitt bei $336 und erreichte einen Höchstwert von $16.971.
- Die Abendnachfrage in Victoria lag 26 % über dem Quartalsdurchschnitt, während die Windstromerzeugung um 94 % unter dem Normalwert lag. Südaustralien konnte keine Entlastung bieten: Die Nachfrage lag 9 % über dem Durchschnitt, die Windproduktion 81 % unter dem Vergleichswert.
- Die Vorabprognose signalisierte den Preissprung eine Stunde im Voraus, wodurch einige Batterien bereits vor dem Höchstpreis entladen wurden.
- Wetterbedingte Volatilität wird für die Einnahmen von Batterien immer wichtiger. Da Standardspreads zunehmend kannibalisiert werden, machen extreme Systemereignisse einen größeren Teil des Batterieertrags aus – besonders in Victoria und Südaustralien.
Windkraft lief nur auf 10 % des Normalwerts bei gleichzeitig hohem Heizbedarf
Ein langsam ziehendes Hochdruckgebiet brachte kalte Temperaturen, Nebel und außergewöhnlich schwache Winde nach Südostaustralien. Diese Kombination erhöhte den Heizbedarf und drückte sowohl Wind- als auch Solarstromerzeugung.
Victoria verzeichnete am 7. Juli eine Winterspitzenlast von etwa 9 GW. Obwohl die Nachfrage am 8. Juli etwas zurückging, blieb sie den ganzen Abend über 8 GW – rund 26 % über dem Quartalsdurchschnitt. Gleichzeitig brach die Windstromerzeugung auf nur noch 6 % des üblichen Abendwerts ein.
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