Italienische Batterien erzielten 95.000 bis 149.000 €/MW/Jahr im ersten Halbjahr 2026 – Sardinien führt
Italienische Batterien erzielten 95.000 bis 149.000 €/MW/Jahr im ersten Halbjahr 2026 – Sardinien führt
Die Einnahmen italienischer Batterien stiegen im ersten Halbjahr 2026, angetrieben durch höhere Gaspreise und größere Spreads im Day-Ahead-Markt. Im Sechsmonatszeitraum lag der italienische ME vBESS Index zwischen 95.500 €/MW/Jahr in Mittel-Nord und 149.000 €/MW/Jahr auf Sardinien.
Nutzer können ihre eigene Batterie-Konfiguration mit diesem Index vergleichen, indem sie ein virtuelles Asset im Terminal erstellen.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Day-Ahead-Spread über vier Stunden in Norditalien erreichte 110.000 €/MW/Jahr, 39 % unter Deutschlands 182.000 €/MW/Jahr. Italienische Regelenergie-Dienste vergüten nur aktivierte Energie, daher können Batterien die Differenz nicht durch Verfügbarkeitszahlungen ausgleichen.
- Gas ließ die Einnahmen im Norden zwischen Februar und April um das 2,8-fache steigen, von 48.700 auf 135.000 €/MW/Jahr. Die Einnahmen stiegen schneller als der Spread selbst, sodass Batterien mehr vom Potenzial nutzen konnten.
- Die Erlöse aus Regelenergie reichen von 600 €/MW/Jahr in Kalabrien bis 28.300 €/MW/Jahr auf Sardinien, wo sie 57 % des Vorsprungs gegenüber Sizilien, der zweitbesten Zone, ausmachen.
Italien liegt hinter anderen europäischen Batteriemärkten zurück
Die Einnahmen italienischer Batterien liegen unter den Modo Energy-Benchmarks anderer europäischer Märkte.
Die Zone mit den niedrigsten Einnahmen, der Norden (ITN1), lag im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt bei 95.500 €/MW/Jahr. Das sind 52,7 % weniger als der deutsche Benchmark von Modo Energy und 58,3 % weniger als Spanien.
Zwei strukturelle Unterschiede erklären diese Lücke.
Erstens sind die Großhandelsspannen enger. Der Vier-Stunden-Top-Bottom-Spread (TB4) misst einen perfekten täglichen Zyklus bei 100 % Effizienz, vor jeglichen Betriebsbeschränkungen. Im ersten Halbjahr 2026 entsprach das 110.000 €/MW/Jahr im Norden und 182.000 €/MW/Jahr in Deutschland.
Zweitens zahlt Italien nur für aktivierte Energie. Sowohl der manuelle Regelenergiemarkt, Mercato di Bilanciamento (MB), als auch die automatische Frequenzreserve (aFRR) vergüten nur die von Terna abgerufene Energie, ohne separate Verfügbarkeitszahlungen.
Dadurch haben italienische Batterien einen Einnahmestrom weniger als in Märkten, die sowohl Reservekapazität als auch Aktivierung bezahlen.
Höhere Gaspreise vergrößerten die Großhandels-Chancen
Gaskraftwerke bestimmen in den teuersten Stunden Italiens den Preis. Die Gaskosten stiegen im Frühjahr, was zu höheren Spitzenpreisen und größeren Spreads führte.
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