Französische aFRR-Kapazität: Anzeichen von Sättigung verlagern den Wettbewerbsvorteil auf Optimierung
Französische aFRR-Kapazität: Anzeichen von Sättigung verlagern den Wettbewerbsvorteil auf Optimierung
Frankreich hat im Januar 2026 zwei zentrale Regeln für seinen aFRR-Kapazitätsmarkt neu geschrieben.
Physische Nominierungsfenster öffnen jetzt alle 15 Minuten statt stündlich, sodass Batterien bis zu 50 % mehr Kapazität zertifizieren können. Zudem verbot die französische Energieregulierungsbehörde (CRE) symmetrische Gebote und verlangt, dass Betreiber jede Richtung unabhängig bepreisen.
Beide Änderungen beschleunigen einen bereits laufenden Wandel. Der Batteriepark ist auf über 1,5 GW gewachsen, die Reserve-Nachfrage stagniert und die Clearingpreise haben sich in sechs Monaten halbiert.
In einem sich sättigenden Markt verschiebt sich der Wettbewerbsvorteil von der Teilnahme hin zur Optimierung.
Für weitere Informationen zu diesem Thema wenden Sie sich gerne an den Autor — timothee@modoenergy.com.
aFRR-Kapazität hat sich verbilligt, während Frankreichs Batteriepark über 1,5 GW hinauswuchs
Mit dem Überschreiten der 1,5 GW-Marke wächst der Pool an Anlagen, die für aFRR infrage kommen, weiter. Auch wenn noch nicht alle vorqualifiziert sind, nähert sich das Angebot einem Niveau, das zunehmend über den 750 MW-Bedarf von RTE hinausgeht.
Im Januar lag die Clearing-Rate für Aufwärtskapazität bei 16 EUR/MW/h und für Abwärtskapazität bei 12 – ein Bruchteil der Preise beim Wiederanlauf der Auktion Mitte 2024.
Die Reformen ab Januar 2026 wirken als struktureller Beschleuniger.
Viertelstündliche Nominierungsfenster ermöglichen bis zu 50 % mehr zertifizierbare aFRR-Kapazität
Um aFRR-Kapazität zu zertifizieren, muss eine Batterie garantieren, dass sie die volle Aktivierung in eine Richtung über die gesamte Worst-Case-Dauer vor dem Rebalancing aufrechterhalten kann. Dafür muss ausreichend gespeicherte Energie als Puffer vorgehalten werden.
Reserveanbieter gleichen ihre Position über Intraday-Marktgeschäfte und physische Nominierungen bei RTE aus. Seit dem 27. Januar 2026 öffnen diese Nominierungsfenster nun alle 15 Minuten statt stündlich.
Wird eine Batterie zur Volleinspeisung abgerufen, entlädt sie kontinuierlich, bis der Betreiber beim nächsten Fenster eine Korrektur nominieren kann. Je länger die Wartezeit, desto mehr Energie wird verbraucht und desto größer muss der Puffer sein.
Da die Fenster jetzt alle 15 Minuten statt stündlich schließen, verkürzt sich die Wartezeit und damit auch der notwendige Puffer – so wird mehr Kapazität für die Zertifizierung frei.
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