Die Lage der Windenergie im NEM: Mehr ist nötig, aber die Investitionen stocken
Die Lage der Windenergie im NEM: Mehr ist nötig, aber die Investitionen stocken
Windenergie ist mittlerweile die führende erneuerbare Energiequelle im NEM. Sie lieferte im zweiten Quartal 2026 17 % der Stromerzeugung und überholte Wasserkraft als größte Stromquelle während der abendlichen Spitzenzeiten. Doch obwohl Wind für das Stromsystem immer wichtiger wird, stagnieren die Investitionen.
Die Investitionskosten (Capex) für Wind sind stark gestiegen, der Wert der LGCs ist gesunken und die Erlöse konkurrieren mit anderen erneuerbaren Energien und Batteriespeichern. Ein neuer Windpark benötigt heute rund 124 $/MWh Einnahmen, um eine Rendite von 8 % bei den aktuellen Kosten zu erzielen – verglichen mit tatsächlich erzielten Preisen von nur 34–70 $/MWh in den NEM-Bundesstaaten im vergangenen Jahr.
Modo Energys zentrale Prognose zeigt, dass sich die Wind-Erlöse ab 2029 mit dem Rückzug thermischer Kraftwerke erholen, während auch die Investitionskosten sinken.
Doch diese Erholung löst die Finanzierungsherausforderung nicht vollständig. Die nächste Welle von Windprojekten im NEM benötigt die richtige Kombination aus Standortwahl, Projektgestaltung, Vertragssicherung und politischer Unterstützung, um einen finanziellen Abschluss zu erreichen.
Dieser Artikel beleuchtet den aktuellen Stand des Windmarkts, die erzielten Erlöse und wohin Modo Energys zentrale Prognose und der 2026 ISP der AEMO den Ausbau führen.
Zusammenfassung
- Der Ausbau der Windkraft muss beschleunigt werden, aber die Investitionen nehmen ab. Im letzten Jahrzehnt wurden im NEM 10 GW Windkraft hinzugefügt, doch kein neuer Windpark geht 2026 ans Netz.
- Wind-Erlöse reichen von 34 $/MWh in Victoria bis 70 $/MWh in Queensland im vergangenen Jahr und liegen damit unter den 124 $/MWh, die für eine 8%ige Rendite bei heutigen Kosten notwendig wären.
- Das System benötigt mehr Windkraft, als der Markt derzeit ermöglicht. Der 2026 ISP der AEMO sieht bis 2030 30 GW vor, während die zentrale Prognose von Modo Energy 17,6 GW erreicht.
- Der Rückzug thermischer Kraftwerke erhöht ab 2029 die Wind-Erlöse, während sinkende Investitionskosten die Wirtschaftlichkeit verbessern. Verträge und politische Unterstützung bleiben wichtig, um die Lücke zu schließen.
- Batterien können Windprojekte stärken, ihre Rolle unterscheidet sich aber von Solar. Bei Wind geht es bei Speicher zunehmend um Flexibilität statt um die Verschiebung auf wertvollere Stunden.
Wind-Investitionen verlangsamen sich, obwohl sie beschleunigt werden müssten
Der Windparkbestand des NEM ist von 4 GW im Jahr 2016 auf heute 14 GW gewachsen. Große Projekte wie MacIntyre, Golden Plains East, Clarke Creek, Goyder South und Wambo machen den Großteil des jüngsten Ausbaus aus. Diese Projekte nehmen auch 2026 weitere Kapazitäten in Betrieb, aber kein neuer Windpark erreicht dieses Jahr die erste Stromerzeugung.
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