Deutscher BESS-Investitionsausblick: Marktgrundlagen (Q1 2026)
Deutscher BESS-Investitionsausblick: Marktgrundlagen (Q1 2026)
4-Stunden-Batteriesysteme erzielen in Deutschland eine IRR von 13,7 % und übertreffen damit 2-Stunden-Konfigurationen.
Welche Marktkräfte treiben diesen Wandel an?
Die erneuerbare Stromerzeugung steigt bis 2040 um 150 % auf 695 TWh, was die Preistäler zur Mittagszeit vertieft. Die Nachfrage wächst um 70 % auf über 1.000 TWh. Dadurch vergrößert sich die tägliche Preisspanne, die längere Batterielaufzeiten nutzen können, und unterstützt eine BESS-Kapazität von 40 GW – das 13-Fache des heutigen Netzniveaus.
Systemdienstleistungen machen 2026 noch 55 % der BESS-Einnahmen aus, sinken jedoch bis 2030 auf 5 %, da das Angebot die Ausschreibung übersteigt und der Großhandelsarbitragehandel zur wichtigsten Einnahmequelle wird. Für ein 2-Stunden-System beginnen die Einnahmen bei 235.000 €/MW/Jahr und stabilisieren sich bis 2030 bei 115.000 €/MW/Jahr.
Dieser Artikel beleuchtet die Grundlagen, Erlösmechanismen und das Investitionspotenzial für deutsche BESS bis 2050.
Grundlagen
Solarenergie wuchs in zehn Jahren von 7 % auf 16 % der deutschen Stromerzeugung
Der deutsche Strommix verlagerte sich im letzten Jahrzehnt von fossilen Grundlasten zu fluktuierenden Erneuerbaren. Der Anteil der Solarenergie stieg von 7 % im Jahr 2015 auf 9 % in 2020 und 16 % in 2025. Dieses Wachstum führte zu den Preistälern zur Mittagszeit, die Batterien heute ausnutzen.
Die Solarproduktion erreicht mittags ihren Höhepunkt und fällt abends fast auf null. Gaskraftwerke springen an, um die Nachfrage zu decken. Batterien nutzen diese Preisdifferenz, indem sie Energie vom Mittagsüberschuss in die Abendknappheit verschieben.
Erneuerbare wachsen um 150 %, Nachfrage um 70 % bis 2040
Die erneuerbare Stromerzeugung in Deutschland steigt von 280 TWh im Jahr 2026 auf 695 TWh im Jahr 2040, also um 150 %. Die Nachfrage wächst von 605 TWh auf 1.035 TWh (ein Anstieg um 70 %), getrieben durch die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie.
Gas bestimmt kurzfristig die Spreads; ab 2030 übernehmen Solar und BESS
Die täglichen Preisspannen orientieren sich kurzfristig an den Gaspreisen. Diese sinken ab 2026, da das globale LNG-Angebot wächst und die europäische Gasnachfrage strukturell zurückgeht. Mit stabileren Gaspreisen wird die Solarenergie im frühen 2030er-Jahrzehnt zum Haupttreiber der Spreads.
Langfristig drückt die BESS-Kannibalisierung die Spreads. Dennoch erzielen Batterien weiterhin Renditen oberhalb der Investorenanforderungen, da die CAPEX sinken.
Der deutsche Top-Bottom-Spread für eine Zwei-Stunden-Batterie (TB2) startet 2026 bei 85.000 €/MW/Jahr, sinkt bis 2030 auf 70.000 €/MW/Jahr und erholt sich 2035 auf 80.000 €/MW/Jahr.
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