Europäischer BESS-Kapitalmarktbericht: 2. Quartal 2026
Modo Energy verfolgte im 2. Quartal 2026 insgesamt 38 Transaktionen in zehn Ländern mit einer Gesamtkapazität von fast 14 GW.
Großbritannien (GB) führte mit 12 Transaktionen und den meisten Projektfinanzierungsabschlüssen aller Märkte. Deutschland belegte den zweiten Platz und lag bei der Kapazität vorn, wobei der Großteil der gemeldeten Kapazität auf Plattforminvestitionen entfällt. Die abgeschlossenen Transaktionen wurden durch vertraglich gesicherte Einnahmen abgesichert, während vollständige Tolling-Modelle weiterhin selten waren.
Wichtige Erkenntnisse
- Im 2. Quartal 2026 wurden 38 europäische BESS-Transaktionen in zehn Ländern erfasst: 29 Deals in den Bereichen Projektfinanzierung, M&A, Eigenkapital und Entwicklung sowie neun Route-to-Market- und Abnahmeverträge.
- GB führte mit 12 Deals, darunter Coalburn, Enderby, Eccles-Leitholm und Hunterston. Deutschland folgte mit neun Deals, jedoch entfielen rund 5,6 GW der finanzierten Gesamtkapazität auf Plattforminvestitionen und nicht auf einzelne Projekte. Die zugesagte Projektfinanzierung erreichte rund 2 GW.
- NORD/LB und Santander waren mit jeweils drei Transaktionen die aktivsten Kreditgeber in einem fragmentierten Feld von etwa 25 Banken.
- Bei 21 Deals (55 %) wurde zumindest teilweise eine Erlösstruktur offengelegt. Fünf Deals gaben ein Tolling-Modell an. PPAs und Optimierungsverträge mit Optimierern machten den Rest aus.
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2. Quartal 2026 im Überblick: Deal-Anzahl normalisiert sich nach Rekord-Q1
Die folgende Tabelle listet alle erfassten Ereignisse nach Typ, Größe, Erlösmodell und Gegenpartei auf.
Im Quartalsvergleich sank das Deal-Volumen um 28 % und konzentrierte sich auf weniger, aber zentrale Märkte, wobei GB Deutschland überholte. Gleichzeitig reifte der Markt qualitativ: Die Zahl der Abnahmeverträge verdoppelte sich fast, die Offenlegung der Erlösmodelle stieg von 19 % auf 55 % der Deals, und sowohl die durchschnittliche als auch die mittlere Dealgröße stieg deutlich an.
Projektfinanzierung und M&A prägten die Aktivitäten
Projektfinanzierungen und M&A waren mit jeweils 11 Deals die häufigsten Strukturen. Es folgten fünf Entwicklungsdeals.
Nur zwei Eigenkapitaldeals wurden verzeichnet: Allianz Global Investors übernahm 51 % am Entwickler GESI, und Gresham House veräußerte 25 % von drei Projekten im Bau an Summit Transition Partners. Ansonsten lag der Schwerpunkt auf Fremdkapital und M&A.
Neun weitere Abnahme- und Route-to-Market-Vereinbarungen werden außerhalb der Finanzierungsstatistik erfasst. Sie werden separat aufgeführt, da sie Einnahmen sichern, aber kein Kapital einwerben.
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