Australien NEM BESS Prognose: Veröffentlichung Februar 2026
Die Februar 2026-Ausgabe von Modo Energys Prognose zu den Einnahmen aus Batteriespeichern für Australiens NEM ist jetzt verfügbar. Besonders hervorzuheben sind die verzögerten kurzfristigen Kapazitätszuwächse bei Batterien sowie spätere Stilllegungstermine für Kohlekraftwerke. Diese Veröffentlichung führt außerdem verfeinerte Bietstufen, aktualisierte Kapazitätserweiterungen sowie neue Annahmen zu Rohstoffpreisen und Degradation ein.
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Wichtige Aktualisierungen:
- Kurzfristige Batterie-Kapazität bis 2028 um ca. 1 GW höher im Vergleich zur Prognose vom November 2025, basierend auf zugesagten Projekten und angepassten Inbetriebnahmezeitplänen.
- Stilllegung von Eraring auf 2029 verschoben für alle vier Blöcke (2.880 MW), zudem Verschiebung der Stilllegung von Callide B auf Ende 2031.
- Niedrigere Rohstoffpreise spiegeln die aktuellen Marktbewegungen wider, insbesondere einen Rückgang der Gaspreise um bis zu 11 % bis 2029.
- PPA-Bietstufen differenzieren jetzt zwischen „no-floor“, „floored“ und „zero-price/merchant“-Verträgen und führen zu mehr negativen Preisen.
- Aktualisiertes Batterie-Degradationsprofil auf Basis realer Erfahrungswerte.
Neues Feature: Backtest-Umsätze
Führen Sie unser Batterie-Dispatch-Modell mit Ihrer spezifischen Anlagenkonfiguration gegen historische NEM-Preise aus, um zu sehen, wie Ihre Anlage abgeschnitten hätte. Validieren Sie die historische Performance und erstellen Sie eine individuelle Benchmark auf Basis potenzieller Einnahmen.

Modellierungsänderungen
Aktualisierte Bietstufen führen zu mehr negativen Preisen
Wir haben die Gebotsstrategie für erneuerbare Energien weiter verfeinert, um den anhaltenden Anstieg von Null- oder Negativpreisen abzubilden.
Das Modell teilt die erneuerbare Kapazität auf drei Bietstufen auf, um die Vielfalt der negativen Gebotspreise unter den Betreibern abzubilden. Zusätzlich sind die Prognosen für Windkapazitäten bei Unit-Commitment-Entscheidungen vorsichtiger, basierend auf realem Management von Unterdeckungsrisiken.
Nach einem Anstieg im vierten Quartal wird erwartet, dass sich die Häufigkeit negativer Preise in den meisten Bundesstaaten stabilisiert, sobald neue Energiespeicherkapazitäten ans Netz gehen – sowohl im Netzmaßstab als auch im privaten Bereich.
Kapazitätserweiterung verlagert sich langfristig stärker auf Speicher
Unsere wirtschaftliche Kapazitätserweiterung optimiert den Ausbau über alle Technologien und Batteriedauern hinweg und berücksichtigt Synergien zwischen neuen erneuerbaren Energien und Speichern. Die zugrundeliegende Methodik wurde in dieser Version weiterentwickelt. Dies führt zu einem Kapazitätsverlauf mit weniger erneuerbaren Energien und mehr regelbarer Kapazität, insbesondere Batteriespeichern, im Vergleich zum ISP.
Wesentliche Änderungen bei den Eingabedaten
Kurzfristige Batterie-Pipeline wächst um ca. 1,9 GW
Die Prognosen zur Netzspeicher-Kapazität wurden nach Projektzusagen im vierten Quartal und der Einbeziehung der neuesten LTESA- und CIS-Projekte angehoben. Wir erwarten nun etwa 1,9 GW zusätzliche BESS-Kapazität bis Anfang 2030 im Vergleich zur Prognose vom November 2025, womit die gesamte BESS-Kapazität voraussichtlich 19,6 GW erreichen wird.
Dieser Zuwachs führt kurzfristig zu weiter sinkenden Spreads, bevor Eraring 2029 vom Netz geht.
Aktualisiertes Batterie-Degradationsprofil spiegelt reale Kurven wider
Die Degradationsprofile von Batterien wurden überarbeitet, um die tatsächlichen Erfahrungen unserer Kunden besser widerzuspiegeln – beeinflusst nicht nur durch den physischen Zellalterungsprozess, sondern auch durch Oversizing-Strategien und weitere Faktoren, die vom Hersteller gesteuert werden. Das Ergebnis ist ein flacherer Degradationsverlauf als im Standard der vorherigen Version.
Verzögerte Kohleausstiege verändern kurzfristig das Angebot
Drei Änderungen bei den Stilllegungsterminen von Kohlekraftwerken sind in dieser Version enthalten, was in den nächsten zwei Jahren zu einem Anstieg der Betriebskapazität um 1,4 GW und bis 2032 um 0,7 GW führt.
- Eraring Power Station (New South Wales, 2.880 MW Kohle) – alle vier Blöcke sollen nun bis April 2029 in Betrieb bleiben, entsprechend der Verschiebung durch Origin Energy. Als größtes Kohlekraftwerk des NEM wirkt sich diese Verlängerung erheblich auf das Grundlastangebot bis 2029 aus.
- Callide B (Queensland, 700 MW Kohle) – Stilllegung auf Ende 2031 verschoben, zuvor war 2028 geplant. Dies folgt auf die Ankündigung der Queensland-Regierung im Queensland Energy Roadmap.
- Yallourn West (Victoria, 1.450 MW Braunkohle) – Stilllegung um 2 Monate auf September 2028 verschoben. Dies entspricht dem Branchentrend, Schließungen außerhalb der Wintermonate zu terminieren.
Zusammen verlängern diese Maßnahmen die Verfügbarkeit von über 3,5 GW Kohlekapazität im System und dämpfen kurzfristige Spreads.
Niedrigere Rohstoffpreise spiegeln aktuelle Marktentwicklungen wider
Wir haben unsere Rohstoffpreisdaten entsprechend der neuesten Markttrends aktualisiert. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang der Gas-Futures, der kurzfristig zu engeren Spreads führt. LGC-Preise sinken weiter und setzen damit den bestehenden Trend fort.





