April 2026 Deutschland BESS Prognose-Update: Modellierungsänderungen und Auswirkungen auf die Erlöse
April 2026 Deutschland BESS Prognose-Update: Modellierungsänderungen und Auswirkungen auf die Erlöse
Die April 2026 Veröffentlichung von Modo Energy ist da. Die neue Prognose senkt die Lebenszeiterlöse deutscher BESS-Anlagen mit 2h Dauer um rund 25 %, wobei der Großteil der Änderung ab 2028 eintritt. Eine überarbeitete Intraday-Continuous-Methodik ist hauptverantwortlich für den Rückgang, teilweise ausgeglichen durch eine langsamere Sättigung der Systemdienstleistungen. Die Day-Ahead-Spreads verändern sich kaum. Ein neues Niedrigszenario und aktualisierte EV-Logik verändern das langfristige Bild.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die prognostizierten Erlöse für ein 2h-BESS sinken um etwa 25 %, hauptsächlich ab 2028, getrieben durch eine neue Intraday-Sättigungsmethode.
- Die Intraday-Methodik reduziert die Intraday-Volatilität um das Dreifache, und die Volatilität nimmt weiter ab, je mehr BESS ans Netz gehen.
- TB2 Day-Ahead-Spreads bleiben innerhalb von 2 % der Januar-Prognose bei rund 76.000 €/MW/Jahr über die nächsten 15 Jahre, da Änderungen beim Zubau und bei E-Fahrzeugen die Auswirkungen von Rohstoffpreisen ausgleichen.
- Der BESS-Zubau 2030 sinkt auf 15,4 GW (vorher 18,7 GW), 2050 auf 57,4 GW (vorher 63,7 GW), gebremst durch EV-Konkurrenz und langsamere FID-Entscheidungen.
- Ein neues Niedrigszenario reduziert die Erlöse langfristig um 10–15 % aufgrund niedrigerer Gas- und CO2-Preisannahmen.
EV-Konkurrenz verringert den Batterieausbau langfristig
Der Kapazitätserweiterungsmechanismus berücksichtigt nun mehr Wettbewerb durch E-Fahrzeuge beim Energieshift, was den BESS-Ausbau langfristig verringert. Der Ausbau 2050 fällt auf 57,4 GW, nach 63,7 GW in der Januar-Prognose.
Prognostizierte Erlöse werden um etwa 25 % nach unten angepasst
Die Lebenszeiterlöse sinken über die gesamte Kurve um 25 %, mit den größten Rückgängen ab 2028. Eine neue Intraday-Sättigungsmethode ist hauptverantwortlich für die Änderung. Eine langsamere Sättigung der Systemdienstleistungen kann den Rückgang nur teilweise ausgleichen.





