Wie die Frequenzregelung funktioniert – Modo Academy
Wie die Frequenzregelung funktioniert – Modo Academy
Zu Beginn hier eine kurze Erinnerung daran, wie Frequenz eigentlich funktioniert. Wechselstrom, oder AC, ist eine Art von elektrischem Strom, bei dem die Richtung des Elektronenflusses in regelmäßigen Abständen wechselt. Der Standardstrom, der in Europa und Großbritannien verwendet wird, beträgt 50 Zyklen pro Sekunde, was einer Frequenz von 50 Hz entspricht. Wenn wir von Systemfrequenz sprechen, meinen wir die Frequenz des Stroms im Stromnetz. Diese ist im Allgemeinen im Verteil- und Übertragungsnetz gleich und spiegelt das Echtzeit-Gleichgewicht zwischen Systemnachfrage und Gesamtstromerzeugung wider.
Übersteigt die Nachfrage die Erzeugung, sinkt die Frequenz, und übersteigt die Erzeugung die Nachfrage, steigt die Frequenz. Eine der Aufgaben des National Grid Electricity System Operator (ESO) ist es, die Frequenz bei 50 Hz zu halten. Dies ist die Frequenz, für die unsere Strominfrastruktur ausgelegt ist.
Weicht die Frequenz zu stark von 50 Hz ab, kann dies die Infrastruktur beschädigen und im schlimmsten Fall zu Stromausfällen führen.
Das bedeutet einen betrieblichen Grenzwert von 0,2 Hz über oder unter 50 sowie einen gesetzlichen Grenzwert von 0,5 Hz über oder unter 50. Um die Frequenz innerhalb dieser Grenzen zu halten, beschafft der ESO sogenannte Frequency Response Services, die Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen dafür bezahlen, kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage auszugleichen.
Sinkt die Systemfrequenz unter einen bestimmten Wert, erhöhen diese Anlagen die Erzeugung oder senken den Verbrauch. Überschreitet die Frequenz bestimmte Werte, reduzieren diese Anlagen die Erzeugung oder erhöhen den Verbrauch.
Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Frequency Response, die vom ESO beschafft werden – Pre-Fault (vor dem Fehler), was eine Art ständiges Feinjustieren zur Vermeidung von Frequenzabweichungen ist, und Post-Fault (nach dem Fehler), was Maßnahmen nach größeren Abweichungen bezeichnet, um die Frequenz wieder näher an 50 Hz zu bringen.
Im Laufe der Jahre hat der ESO verschiedene Frequency Response Services getestet und eingeführt, von denen einige Pre-Fault- und andere Post-Fault-Response bereitstellen. Beispiele hierfür sind Firm Frequency Response, Enhanced Frequency Response und Dynamic Containment.
Für alle diese Services werden die Teilnehmer für die Bereitstellung von Frequency Response bezahlt – in Pfund pro Megawatt und Stunde – unabhängig davon, wie viel Energie der ESO tatsächlich abruft.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie die Frequency Response Märkte funktionieren, und den Rest unserer Modo Academy Reihe sehen möchten, schauen Sie unbedingt auf der Modo-Plattform vorbei.






