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20 May 2026

ME BESS DE ist jetzt live: Ein transparenter Benchmark für deutsche Batterieerlöse

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ME BESS DE ist jetzt live: Ein transparenter Benchmark für deutsche Batterieerlöse

​Der Markt für Batteriespeicher in Deutschland wächst rasant. Um über die heute installierten 3 GW hinaus zu skalieren, sind ertragsbezogene Daten auf Anlagenebene wichtiger denn je. Öffentliche, betriebliche Anlagendaten, wie sie dem GB-Index von Modo zugrunde liegen, existieren in Deutschland nicht. Die Alternative ist ein virtueller Benchmark: ein simuliertes Asset, das über reale Marktdaten hinweg cross-optimiert wird. Eine transparente Methodik schafft für alle Beteiligten Vertrauen in den Wert dieses Benchmarks.

Der deutsche BESS-Benchmark für Batterieerlöse von Modo Energy ist jetzt im Terminal verfügbar – mit neutralen 1h-, 2h- und 4h-Benchmarks sowie der Möglichkeit, den eigenen Benchmark individuell zu gestalten. Der Benchmark zeigt, was eine Batterie an jedem Tag in den Märkten Day-Ahead, Intraday, FCR und aFRR hätte verdienen können – basierend auf tagesaktuellen Marktpreisen.

  • Der deutsche Benchmark simuliert eine virtuelle Batterie, die in Day-Ahead, Intraday, FCR und aFRR cross-optimiert wird und mit Live-Marktpreisen aktualisiert wird.
  • Unvollständige Voraussicht bildet reale Marktbedingungen nach. Ein 2h rollierendes Perfect-Foresight-Fenster simuliert die Intraday-Reoptimierung. aFRR-Kapazitätsgebote sind gedeckelt, um das reale Verhalten von Optimierern im Pay-as-Bid-Markt abzubilden, ohne dem Modell unrealistische Informationsvorteile zu geben.
  • Ein Kalibrierungsfaktor von 80% bringt die simulierten Erlöse in Einklang mit den real erzielten Ergebnissen, validiert anhand von GB, wo sowohl virtuelle als auch reale Anlagendaten vorliegen.
  • Der Benchmark ist vollständig anpassbar. Nutzer können Dauer, Rundtrip-Effizienz, tägliche Zyklenbegrenzung, Start-Ladezustand und das Ausschließen von Nebenleistungen für eine reine Day-Ahead- und Intraday-Betrachtung festlegen. FCA-Bedingungen wie Rampenraten, Nebenleistungsgrenzen und weitere marktspezifische Einschränkungen werden in den kommenden Wochen zum anpassbaren Benchmark hinzugefügt.

Mehr Informationen zum deutschen Benchmark erhalten Sie beim Team – till@modoenergy.com und amit@modoenergy.com


Warum ein Benchmark für den deutschen Markt wichtig ist

Jeder liquide Rohstoffmarkt hat einen funktionierenden Benchmark. Batteriespeicher in Deutschland hatten bisher keine einzige, verlässliche und transparente Referenzquelle. Eine neutrale, marktweite Referenz ermöglicht es den Marktteilnehmern, vier Dinge zu tun:

  1. Verfolgen, wohin sich die Erlöse entwickeln. Betreiber, Investoren und Abnehmer können unabhängig von der Performance einzelner Anlagen erkennen, ob der Markt wächst oder schrumpft.
  2. Optimierer vergleichen. Eine transparente Potenzialzahl erlaubt es Eigentümern, Optimierer an einer unabhängigen Referenz zu messen – statt an den eigenen Vorgaben der Anbieter.
  3. Vertragsstrafen abrechnen. Manche Nichtverfügbarkeitsverträge beziehen sich auf einen Marktpreis; ohne eine solche Referenz landen Streitfälle vor Gericht.
  4. Abrechnung von Route-to-Market- und virtuellen Verträgen. Indexgebundene PPAs, Floors und Swap-Strukturen benötigen eine transparente Abrechnungsreferenz.

Der Benchmark von Modo Energy schließt diese Lücke mit einer neutralen Zahl und einer offenen, transparenten Methodik, die allen Marktteilnehmern Sicherheit über die Werte in diesen Verträgen gibt.

So funktioniert die Methodik

Das ME BESS DE nutzt das Batterie-Dispatch-Modell von Modo Energy, um zu zeigen, wie eine repräsentative Batterie mit realen Preisen im deutschen Markt betrieben worden wäre.

Die erste Ebene ist der Batterie-Dispatch über die Märkte hinweg. Das Modell bietet ein repräsentatives Asset in der Day-Ahead-Auktion, Intraday-Auktion und dem kontinuierlichen Markt sowie FCR und aFRR an. Präqualifikationsregeln für Nebenleistungen sind abgebildet: Mindest- und Maximalgebotsgrößen, aFRR-Energieaktivierungspreise und Anforderungen für Energiereserven binden den Fahrplan wie in der echten präqualifizierten Betriebsführung.

Reale Nebenleistungsaktivierungen beeinflussen den Ladezustand der Batterie, sodass das Management nach Aktivierung Teil des Modells ist. Das erklärt auch negative Intraday-Erlöse in manchen Monaten, wenn die Batterie nach einer Nebenleistungsaktivierung im Intraday-Kontinuierlichmarkt wieder aufgeladen werden muss, um die Vorgaben für den nächsten Nebenleistungsblock zu erfüllen.

Die obige Grafik zeigt einen Beispieltag, den 22. März 2026. FCR ist den ganzen Tag über in 4h-Blöcken mit 25–35 MW gebucht. Die aFRR-Kapazität stapelt sich über und unter dem FCR-Block und variiert in 4h-Fenstern. Dies wird mit der Day-Ahead-Spread-Optimierung cross-optimiert, wo immer die Batterie den meisten Wert generieren kann. Die Morgen-Spitze führt zum Day-Ahead-Entladen, die frühe Nachmittags-Solarwelle sorgt für das Laden zu negativen Preisen.

Die zweite Ebene ist die unvollständige Voraussicht. Reale Betreiber kennen die Intraday-Preise nicht, wenn sie in der Day-Ahead-Auktion bieten. Das deutsche Benchmark-Modell wird in drei Schritten gelöst: Day-Ahead-Auktion (inklusive Nebenleistungskapazitätsauktionen), Intraday-Auktion und Intraday-Kontinuierlich (inklusive Cross-Optimierung mit aFRR-Energieaktivierungen).

Unvollständige Voraussicht wird zusätzlich bei aFRR-Kapazitätspreisen angewendet, die in einer Pay-as-Bid-Auktion gezahlt werden. Der Benchmark deckelt die Preise bei 50 €/MW/h (historischer P95-Wert), um extreme Preisspitzen abzuschneiden, die reale Optimierer kaum regelmäßig erzielen können.

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