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Juli 2026: Update zur BESS-Prognose für Deutschland – Langsamere Sättigung der Systemdienstleistungen steigert kurzfristige Erlöse

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Juli 2026: Update zur BESS-Prognose für Deutschland – Langsamere Sättigung der Systemdienstleistungen steigert kurzfristige Erlöse

​Das Juli-Update 2026 von Modo Energy ist veröffentlicht. Die BESS-Erlöse in Deutschland steigen im Vergleich zur April-Ausgabe leicht an, basierend auf einer Aktualisierung der Preisprognosen für Systemdienstleistungen. Die Märkte für Systemdienstleistungen sättigen sich nun langsamer, da ein wachsender Anteil neuer Batterien unter Flexiblen Netzanschlussvereinbarungen (FCA) angeschlossen wird, die die Teilnahme an Systemdienstleistungen einschränken.

Für eine nicht eingeschränkte 2-Stunden-Batterie steigen die kumulierten Erlöse über 25 Jahre um 5 %. Der Anstieg konzentriert sich auf die Jahre 2027 bis 2029, danach konvergieren die Preise für Systemdienstleistungen auf das Niveau der letzten Veröffentlichung, ab dem Punkt bieten die Großhandelsmärkte gleichwertige oder größere Chancen für BESS. Das Dispatch-Modell unterstützt jetzt Rampenbegrenzungen von bis zu 30 Minuten, um aktuelle FCAs besser abzubilden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Das Dispatch-Modell unterstützt jetzt Rampenbegrenzungen bis zu 30 Minuten bzw. 3,3 %/Minute. Eine 30-minütige Rampe kostet eine 4-Stunden-Batterie etwa 9 % ihrer 20-jährigen Erlöse.
  • Die Erlöse einer nicht eingeschränkten 2-Stunden-BESS in Deutschland steigen über 25 Jahre um ca. 5 % gegenüber April, angetrieben durch die langsamere Sättigung der Systemdienstleistungen.
  • Es wird nun angenommen, dass nur etwa die Hälfte der neuen BESS-Kapazität volle FCR- und aFRR-Teilnahme erreicht, was die Verbreitung flexibler Netzanschlussvereinbarungen widerspiegelt.
  • Der Anstieg ist systemdienstleistungsgetrieben. Bei einer reinen Merchant-Strategie sind die Erlöse im Juli und April nahezu identisch.

Rampengrenzen bis zu 30 Minuten jetzt modellierbar

Netzbetreiber fordern zunehmend, dass Batterien langsamer hoch- und herunterfahren. Besonders Verteilnetzbetreiber verknüpfen Rampenbegrenzungen mit Netzanschlussangeboten, und immer mehr Entwickler akzeptieren diese Bedingungen, um früher ans Netz zu gehen. Das Dispatch-Modell bildet dies nun ab. Es unterstützt Rampen, die länger als 15 Minuten für den vollen Leistungsbereich benötigen – entsprechend unter ca. 6,6 % pro Minute – bis zu einem Limit von 30 Minuten.

Langsamere Rampen kosten Erlöse. Eine Batterie, die nicht schnell regeln kann, verliert zuerst den Zugang zu schnellen Produkten.

Schon eine moderate 2,5-Minuten-Rampe reduziert die 20-Jahres-Erlöse um 2,8 %. Bei 15 Minuten sind es 6,3 %, bei 30 Minuten 8,9 %. Der Grund liegt in der Intraday-Volatilität: Eine Batterie, die während eines 15-minütigen Preisspitze hoch- und runterfahren muss, kann in dieser Zeit weniger Energie verkaufen oder die Gelegenheit ganz verpassen.

Systemdienstleistungspreise sättigen sich langsamer aufgrund neuer Anschlussbedingungen

Die vorherige Prognose ging davon aus, dass jede neue Batterie nach einer Prequalifikationsphase volle FCR- und aFRR-Teilnahme erreicht. Diese Annahme gilt nicht mehr. Fast alle neuen deutschen Batterien werden jetzt unter einer flexiblen Netzanschlussvereinbarung (FCA) angeschlossen, und viele davon schränken den Zugang zu Systemdienstleistungen ein.

Im letzten Quartal wurden die FCA-Bedingungen klarer – die begrenzt die aFRR-Teilnahme auf 30 %. Viele Anlagen auf Übertragungsnetzebene sehen Begrenzungen um 50 %. Basierend auf diesen aktuellen Entwicklungen nimmt Modo Energy nun an, dass 50 % aller neuen BESS-Kapazitäten vollständig teilnehmen – eine leicht konservative Schätzung.

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