Batterie-Skip-Raten im Balancing Mechanism verschlechtern sich 2026
Batterie-Skip-Raten im Balancing Mechanism verschlechtern sich 2026
Britische Batterien verdienten £64k/MW/Jahr von Juni bis August 2026. Das ist exakt derselbe Betrag wie in den drei Monaten des Jahres 2025. Allerdings waren die Gaspreise im Sommer 2026 um 50 % höher als in den beiden Vorjahren, wodurch auch die Strompreise gestiegen sind. Gleichzeitig gab es diesen Sommer weniger negative Preise – nur 82 Stunden im gesamten Jahr 2026. Daher haben Batterien verstärkt auf den Balancing Mechanism gesetzt, um möglichst günstig Energie zu importieren.
Bei so hohen Gas- und Strompreisen würde man erwarten, dass auch die Einnahmen aus dem Balancing Mechanism steigen. Das ist jedoch nicht eingetreten.
Der Grund liegt im Dispatch. Batterien haben diesen Sommer mehr als doppelt so viel Angebot vor NESO platziert wie im Vorjahr, NESO hat jedoch fast die gleiche Menge angenommen wie zuvor. Trotz aller Bemühungen, die Dispatch-Raten für Batterien im Rahmen der Open Balancing Platform zu verbessern, verschlechtern sich die Dispatch-Raten weiter.
Gas- und Strompreise steigen weiter
Der Frontmonat-TTF-Kontrakt lag von Juni bis August im Schnitt bei 54,5 €/MWh, gegenüber 34,8 € im Vorjahr und 35,8 € im Jahr davor. Ende August erreichte der Gaspreis 69,8 €/MWh – der höchste Wert seit Januar 2023.
Im Sommer werden die europäischen Speicher wieder aufgefüllt, und der Einspeisebedarf konkurriert mit allen anderen Anforderungen im System. Einen ähnlichen Effekt sahen wir während der russischen Gaskrise 2022, als die Gaspreise im August über 300 €/MWh stiegen.
Auch der Strompreis folgte: Über alle Stunden hinweg lag der Strompreis im Schnitt 54 % über dem Vorjahreswert, und der durchschnittliche Tageshöchstwert stieg von £105/MWh auf £158/MWh.
Negative Preise bleiben aus
Die andere Hälfte des Batterie-Spreads ist, wie günstig sie laden können – und das war dieses Jahr teurer.
Von Juni bis August 2026 gab es 28 Stunden mit negativen Day-Ahead-Preisen, im Vergleich zu 54 im Jahr 2025 und 81 im Jahr 2024.
Heißes Wetter erhöhte die Tagesnachfrage – genau dann, wenn Solarenergie sonst die Preise unter null drücken würde. Auch vom Kontinent kam weniger Unterstützung, da französische Kernkraftwerke wegen Hitze oft nur eingeschränkt verfügbar waren und auch weniger Wasserkraft zur Verfügung stand.
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