Bericht zum Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland: Kapazitätswachstum erreicht Rekordhoch im Jahr 2025
Bericht zum Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland: Kapazitätswachstum erreicht Rekordhoch im Jahr 2025
Deutschland hat im Jahr 2025 842 MW an Batteriespeicherkapazität hinzugefügt und damit den gesamten Großspeicherbestand bis zum Jahresende auf 2,4 GW erhöht. Dies war das stärkste Jahr für den Ausbau von BESS, das der Markt bisher erlebt hat, und verdoppelte nahezu den Ausbau von 2024. Die Energiekapazität wuchs prozentual sogar noch schneller und stieg um 1,6 GWh auf insgesamt 3,5 GWh.
Die Projektpipeline weist für 2026 Projekte mit insgesamt 3,4 GW aus, allerdings könnte die tatsächliche Umsetzung hinter diesen Prognosen zurückbleiben, da Netzanschlusstermine den kommerziellen Betrieb verzögern. Dennoch können größere Projekte im Gigawatt-Bereich und das wachsende Interesse an Co-Location-Möglichkeiten das Wachstum der Batteriespeicherung in den kommenden Jahren weiter stärken.
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Wichtigste Erkenntnisse:
- Deutschland hat 2025 842 MW hinzugefügt, fast doppelt so viel wie die 450 MW im Jahr 2024, und die Gesamtleistung auf 2,4 GW mit einer durchschnittlichen Speicherdauer von 1,5 Stunden erhöht.
- Pipeline-Projekte deuten auf 5,7 GW bis Ende 2026 hin, aber die tatsächliche Umsetzung wird voraussichtlich wegen Verzögerungen beim Netzanschluss geringer ausfallen
- Zwei-Stunden-Systeme dominieren inzwischen die Neubauten, und immer mehr Projekte mit vier Stunden Speicherdauer werden angekündigt
Installierte Batteriespeicherkapazität erreichte Ende 2025 2,4 GW
Der Batteriespeicherbestand Deutschlands erreichte bis Ende 2025 eine Nennleistung von 2,4 GW. Mit 842 MW neuer Kapazität war dies das stärkste Ausbaujahr, fast eine Verdopplung gegenüber 2024.
Das Ausbautempo verlangsamte sich im Sommer, nachdem mehrere Großprojekte den Ausbau im ersten Quartal beschleunigt hatten. Im vierten Quartal wurden etwa 260 MW neue Kapazität installiert, darunter der 100 MW große Batteriespeicher Arzberg/Wunsiedel, der in diesem Zeitraum in Betrieb ging.
Die Energiekapazität erreichte bis Jahresende 3,5 GWh, ein Anstieg um 1,6 GWh seit Anfang 2025. Damit hat Deutschland erstmals mehr als 1 GWh Energiekapazität in einem Jahr hinzugefügt.
Die durchschnittliche Speicherdauer der Batterien stieg weiter an, da immer mehr Systeme mit längerer Dauer installiert wurden und im vierten Quartal 2025 1,5 Stunden erreichte. Seit Ende 2022, als der Bestand im Schnitt 1,1 Stunden lag, steigt die Dauer stetig an.
Deutschlands Pipeline deutet auf 5,7 GW bis Ende 2026 hin
Die Batteriespeicher-Pipeline in Deutschland erreichte bis Ende 2025 insgesamt 9,5 GW. Rund 5,6 GW an Projekten sollen bis 2026 und 2027 ans Netz gehen. Bei fristgerechter Umsetzung würde der Bestand bis zum vierten Quartal 2027 eine Nennleistung von 8 GW und eine Energiekapazität von 16 GWh erreichen.
Modo Energy prognostiziert den Ausbau der Pipeline, indem sowohl im MaStR registrierte Projekte als auch angekündigte Projekte mit finaler Investitionsentscheidung oder angekündigtem Betriebsstart berücksichtigt werden.
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