NEM BESS Halbjahresumsatz im Überblick: Oktober 2025 bis März 2026
NEM BESS Halbjahresumsatz im Überblick: Oktober 2025 bis März 2026
Das vergangene Frühjahr/Sommer hat gezeigt, wie sehr Batterien zu ihrem eigenen Wettbewerber werden. Die NEM-Batterieerlöse verzeichneten das schwächste Oktober–März-Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen und fielen im Jahresvergleich (YoY) um 38 %. Energiearbitrage, der wichtigste Umsatztreiber, sank um 25 %.
Die BESS-Kapazität wuchs im Jahresvergleich um das 2,7-Fache, während Kohle- und Gaspreise fielen. Dadurch setzten BESS doppelt so häufig wie im Vorjahr Spitzenpreise und kannibalisierten ihre eigenen Erlöse. Gleichzeitig führte ein milder Sommer zu einer geringeren Nachfrage und weniger Volatilität.
Für Investoren bietet dieser Sommer einen Ausblick darauf, wie ein gesättigter, wenig volatiler NEM-Markt aussieht, und einen Anstoß, künftig verstärkt auf Dauer, Standort und Einstiegszeitpunkt zu achten.
FCAS macht inzwischen nur noch 9 % der gesamten BESS-Erlöse aus und ist strukturell gesättigt. Dieser Artikel legt den Fokus auf Energiearbitrage als entscheidende Kennzahl.
Zusammenfassung
- NEM-weite BESS-Erlöse sanken um 38 % YoY auf 73.000 $/MW/Jahr – das schwächste Oktober–März-Fenster im analysierten Zeitraum ab Juli 2022.
- Die Erlöse fielen in Queensland um 73 % und in New South Wales um 51 %, da diese Bundesstaaten am stärksten von der BESS-Sättigung betroffen waren. In South Australia stieg die Volatilität, wodurch die Erlöse um 49 % wuchsen.
- BESS setzte abends doppelt so häufig wie im Vorjahr die Preise (bis zu 50 % der Zeit) und schränkte damit die eigenen Arbitragemöglichkeiten ein.
- Die Gaspreise sanken im Jahresvergleich um 9–17 %, die Kohlepreise um 12 %, wodurch auch die Abendspitzen niedriger ausfielen.
- Die Temperaturen im Sommer 2025–26 normalisierten sich nach der Hitzeperiode 2024–25, was die Nachfragevolatilität reduzierte.
Dieser Bericht vergleicht Oktober–März 2025–26 mit denselben Zeiträumen der Vorjahre. Der Sommer erzielt strukturell geringere Erträge als der Winter, daher wird dieser saisonale Rahmen gewählt.
Auseinanderlaufende Staatserlöse zeigen strukturelle Ursachen
Die Bundesstaaten mit dem schnellsten BESS-Ausbau verzeichneten die stärkste Kannibalisierung der Erlöse. Queensland wechselte innerhalb eines Jahres vom Top-Verdiener zum Schlusslicht, mit einem Rückgang der reinen Energieerlöse um 73 %. In New South Wales halbierten sich die Energieerlöse, Victoria blieb stabil. In South Australia stiegen die Erlöse um 49 %, getrieben von wetterbedingter Volatilität im Januar und geringeren Kapazitätszuwächsen.





